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Herzlich willkommen beim

Verband Deutscher Schulgeographie (VDSG e.V.) Landesverband Sachsen-Anhalt

Wir möchten alle Geographielehrer unterstützen, denen ihr Unterricht besonders am Herzen liegt und eine Plattform zum gegenseitigen Austausch bieten. Dabei ist es uns besonders wichtig unser Unterrichtsfach Geographie zu stärken.

VORTRAG: Wie kriegen wir die Kurve? Der Weg in eine treibhausgasneutrale Zukunft

By Aktuelles

Am 8. Oktober 2026 von 18:00 bis 19:30 Uhr hält Prof. Julia Pongratz im Hauptgebäude der Leopoldina in Halle (Saale) einen Vortrag zum Weg in eine treibhausgasneutrale Zukunft.

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf der Website der Leopoldina.

https://www.leopoldina.org/ergebnisse-und-termine/veranstaltungen/detail/wie-kriegen-wir-die-kurve-der-weg-in-eine-treibhausgasneutrale-zukunft

BundesUmweltWettbewerb 2026 – Ehrung mit dem Sonderpreis des VDSG

By Allgemein, Wettbewerbe

Herzlichen Glückwunsch an 4 Schüler*innen vom Burger Roland-Gymnasium!

Im Rahmen des BundesUmweltWettbewerbs 2026 für das Projekt „Zwei Welten, ein Ziel?“ wurde am 19. September 2026

  • Steven Jaron Leine,
  • Clemens Pfeil,
  • Lucian Schulz und
  • Alice Sinde

in Bremerhaven der Sonderpreis des Verbands Deutscher Schulgeographie e.V. in Höhe von 500 € verliehen.

Als Leitfrage untersuchten sie, ob Bildung der Grundstein für nachhaltige Entwicklung und globale Partnerschaften ist.

An Beispielen der Schulpartnerschaft mit der Karao Pre and Primary Adventist School in Tansania erforschten sie verschiedene Aktivitäten im Hinblick auf eine Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Ein besonderer Dank und viel Lob an ihre Lehrkraft Ralf Sieber, der dieses Projekt im Rahmen des Wettbewerbs betreute.

Deutsche Olympiade der Geowissenschaften

By Allgemein, Wettbewerbe

Bereits das 4. Mal findet die Deutsche Olympiade der Geowissenschaften statt. Sie startet mit einem Online-Test am 12.oder 13. November 2026.

Der dreistufige Wettbewerb baut auf Schulwissen aus der Geographie sowie aus Chemie, Physik und Biologie auf und vermittelt tiefere Einblicke in die Geowissenschaften. Die Deutsche Olympiade der Geowissenschaften ist auch gleichzeitig der nationale Auswahlwettbewerb für die etablierte International Earth Science Olympiad (IESO).

Teilnehmen können Schülerinnen und Schüler von der 9. Klasse bis zur 11. Klasse (bei G9 bis zur 12. Klasse).

Alle Details, Materialien und Fristen finden Sie gebündelt hier:
www.geowissenschaften-unterrichtsmaterial.de/olympiade-der-geowissenschaften.

Der Geographie-Kalender 2027 des LV Hamburg ist fertig!

By Allgemein

Seit über 15 Jahren ist er das „Markenzeichen“ des Landesverbandes Hamburg im Verband Deutscher Schulgeographie:

Unser Geographie-Kalender. Für 2027 ist unser Thema: „25 Jahre Hafencity Hamburg“.

Auf 12 Kalenderblättern und dem Deckblatt im Querformat 42 cm x 29,7 cm stellen wir die HafenCity in den eindruckvollen Fotos von Carl Bautsch vor. Der eingedruckte QR-Code liefert auf dem Smartphone sofort einen erklärenden Text und zum Link auf Google Maps. Das weckt geradezu die Neugier, mehr über die HafenCity zu erfahren.

Wir haben wieder einen „Hingucker“, zum Beispiel für das Arbeitszimmer zu Hause, das Lehrer- und Lehrerinnenzimmer oder den Geographie-Sammlungsraum in der Schule gestaltet.

Sie hätten gerne ein oder mehrere Exemplare ? Wir schicken Ihnen gerne ein oder mehrere Exemplare zu. Gleichzeitig bitten wir um eine Spende an den Landesverband Hamburg Verband

Deutscher Schulgeographie e.V. von 8,50 € pro Exemplar + Versandkosten.

Senden Sie uns einfach eine formlose Mail mit Ihrer Bestellung an ubra-hh@t-online.de oder über die Kontaktseite unserer homepage

https://vdsg-hh.de 

oder diesen QR-Code.

Die Bankverbindung und eine Mitteilung zu den Versandkosten erhalten Sie mit dem Kalender.

Tilman Krause

1. Vorsitzender Verband Deutscher Schulgeographie

Landesverband Hamburg e.V.

Ankündigung: 22. Bayerische Tage der Schulgeographie 2027

By Allgemein, Veranstaltungen

Motto: Komplexität der Welt verstehen – Vielfalt respektieren – Zukunft gestalten

Termin: 8. bis 10. April 2027 (Donnerstagnachmittag bis Samstagnachmittag)

Veranstaltungsort: Universität Bayreuth

Die Veranstalter möchten schon jetzt auf dieses Datum hinweisen, damit der Termin frühzeitig von den Geographielehrkräften ins Auge gefasst werden kann. Wie immer werden kompetente Fachreferenten in Vorträgen, Workshops sowie auf Exkursionen wertvolle Anregungen und Impulse für einen zukunftsorientierten Geographieunterricht für alle Schularten bieten.

“zum

8. Norddeutscher Schulgeographie – Tag in Hamburg

By Allgemein, Veranstaltungen

Am 18. September 2026 findet der 8. Norddeutsche Schulgeographie – Tag in Hamburg zum Thema

Die resiliente Stadt – Stadtplanung und Stadtentwicklung in Zeiten des Klimawandels

statt.

Hierzu lädt der Landesverband Hamburg alle Interessierte herzlich ein.

Eine Anmeldung ist erforderlich und bis spätestens zum 04. September 2026 möglich

Alle weiteren wichtigen Informationen finden Sie hier:

Diercke WISSEN Bundesfinale 2026 in Braunschweig: Geographie als Zukunftsfach im Rampenlicht

By Aktuelles, Wettbewerbe

Braunschweig. Am 5. Juni 2026 wurde das Wilhelm-Gymnasium erneut zum Zentrum der deutschen Schulgeographie. Beim Bundesfinale des Wettbewerbs Diercke WISSEN trafen die 17 besten Geographieschülerinnen und -schüler aus den Bundesländern sowie den Deutschen Auslandsschulen aufeinander, um den Titel des „Geographie-Champions 2026“ zu ermitteln. Rund 300.000 Jugendliche hatten zuvor bundesweit an Deutschlands größtem Geographiewettbewerb teilgenommen.  

Bereits am Vorabend des Finales kamen die Teilnehmenden, ihre Familien, Lehrkräfte sowie die Organisatoren zu einer Kennenlernveranstaltung im InterCityHotel Braunschweig zusammen. In entspannter Atmosphäre bot sich die Gelegenheit, erste Kontakte zu knüpfen und Erfahrungen auszutauschen. Zugleich wurde deutlich, welche Bedeutung Geographie als Schulfach und Wissenschaft heute besitzt: Sie hilft jungen Menschen, globale Herausforderungen wie Klimawandel, Ressourcenknappheit, Migration oder nachhaltige Entwicklung besser zu verstehen und einzuordnen.  

Das Bundesfinale selbst wurde in der Aula des Wilhelm-Gymnasiums als moderne Quizshow inszeniert. Unter professionellen Licht- und Medienbedingungen beantworteten die Finalistinnen und Finalisten anspruchsvolle Fragen zu Deutschland, Europa und der Welt. Durch die Veranstaltung führte erneut der bekannte NDR-Moderator Andree Pfitzner, der mit seiner souveränen und zugleich unterhaltsamen Moderation wesentlich zur besonderen Atmosphäre beitrug. Die Teilnehmer gaben ihre Antworten digital ein, während das Publikum die spannenden Entscheidungen live verfolgen konnte.  

Organisiert wird Diercke WISSEN von der Westermann Gruppe beziehungsweise dem Diercke Verlag. Fachlich unterstützt wird der Wettbewerb vom Verband Deutscher Schulgeographie e. V., dessen Expertinnen und Experten die Wettbewerbsfragen entwickeln und die Landesentscheide begleiten. Gemeinsam verfolgen die Partner das Ziel,. geographische Bildung zu fördern und das Interesse junger Menschen an räumlichen, ökologischen und gesellschaftlichen Zusammenhängen zu stärken.  

Das Finale zeigte eindrucksvoll, wie lebendig und aktuell Geographie vermittelt werden kann. Kartenkompetenz, räumliches Denken und Wissen über globale Entwicklungen standen im Mittelpunkt eines Wettbewerbs, der weit über reine Faktenabfrage hinausgeht. Die Veranstaltung machte deutlich, dass Geographie ein Schlüssel zur Orientierung in einer zunehmend vernetzten Welt ist und junge Menschen befähigt, die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts besser zu verstehen.  

Am Ende setzte sich Nic Möller aus Thüringen gegen die starke Konkurrenz durch und wurde zum Geographie-Champion 2026 gekürt. Doch unabhängig von der Platzierung waren alle Finalistinnen und Finalisten Gewinner eines Wettbewerbs, der Wissen, Neugier und Begeisterung für die Welt fördert. Das Wilhelm-Gymnasium Braunschweig erwies sich dabei einmal mehr als würdiger Gastgeber eines bundesweit beachteten Bildungsereignisses.  

Der Vertreter Sachsen-Anhalts (Levi Giesemann) kam aus Egeln und hatte sich als Landessieger für das Bundesfinale qualifiziert. Im Wettbewerb mit den besten Nachwuchsgeographinnen und -geographen Deutschlands erreichte er einen respektablen Platz im Mittelfeld. Allein die Teilnahme am Bundesfinale gilt als besondere Auszeichnung, da sich die Finalisten zuvor in Schul- und Landesentscheiden gegen zahlreiche Mitbewerber durchsetzen mussten. Der Vertreter aus Sachsen-Anhalt wurde am 13.05.2026 in seiner Schule im Namen des Ministeriums und des Verbandes der Schulgeographie in Egeln beglückwünscht.

Frau Possekel, Levi Giesemann, Luise Pfarre

Bericht zum Fortbildungstag am 24.03.2026

By Aktuelles, Veranstaltungen

Tag der Schulgeographie 2026: Regionale Aspekte nachhaltigen Wirtschaftens im Saale-Unstrut-Gebiet

Am 24. März 2026 fand im südlichen Sachsen-Anhalt eine fachlich anspruchsvolle Fortbildungsveranstaltung im Rahmen des „Tags der Schulgeographie“ statt. Im Fokus standen regionale Ausprägungen nachhaltigen Wirtschaftens in der Landwirtschaft sowie im Weinbau. Die Exkursion verband kulturhistorische, physisch-geographische und wirtschaftsgeographische Perspektiven und führte an drei ausgewählte Standorte: das Kloster Pforta, einen landwirtschaftlichen Betrieb in Pettstädt sowie ein Weingut im Saale-Unstrut-Raum.

Das Saale-Unstrut-Gebiet, häufig als „Toskana des Nordens“ bezeichnet, stellt einen der nördlichsten Qualitätsweinbauräume Deutschlands dar. Geomorphologisch ist die Region durch ein stark gegliedertes Relief mit Muschelkalk- und Buntsandsteinformationen geprägt. Die Flusstäler von Saale und Unstrut sorgen für ein kleinteiliges Mosaik aus Hanglagen mit günstiger Exposition, insbesondere nach Süden und Südwesten. Klimatisch handelt es sich um einen vergleichsweise trockenen Raum im Regenschatten des Harzes mit Jahresniederschlägen teils unter 500 mm sowie überdurchschnittlich vielen Sonnenstunden. Diese Kombination aus edaphischen, topographischen und klimatischen Faktoren schafft besondere Voraussetzungen für spezialisierte landwirtschaftliche Nutzung und Weinbau unter zunehmend herausfordernden Bedingungen des Klimawandels.

  1. Station: Kloster Pforta – Historische Grundlagen des Weinbaus

Die erste Station bildete das Kloster Pforta, wo Frau Susanne Riemer-Ranscht (LISA Halle) in die historische Entwicklung des regionalen Weinbaus sowie in die Geschichte der Bildungsinstitution Schulpforte einführte. Die Ursprünge des Klosters reichen bis in das 12. Jahrhundert zurück, als Zisterziensermönche die Region systematisch erschlossen und durch Rodung, Terrassierung und Kultivierung nachhaltig prägten. Insbesondere der Weinbau wurde gezielt gefördert und entwickelte sich zu einem prägenden Element der Kulturlandschaft. Mit der Säkularisation im 16. Jahrhundert erfuhr die Anlage eine grundlegende funktionale Transformation: Aus dem Kloster ging die Fürstenschule Pforta hervor, eine der bedeutendsten Landesschulen der Reformationszeit. Die heutige Landesschule Pforta steht damit exemplarisch für einen tiefgreifenden Nutzungswandel, wie er in vielen europäischen Kulturlandschaften zu beobachten ist. Die Institution entwickelte sich zu einem herausragenden Bildungsstandort mit humanistischer Tradition und überregionaler Ausstrahlung.

Aus geographischer Perspektive verdeutlicht dieser Ort die langfristige Wechselwirkung zwischen gesellschaftlichen Entwicklungen und Raumnutzung. Die klösterliche Prägung schuf die Grundlage für die agrarische Nutzung, insbesondere den Weinbau, während die schulische Nutzung bis heute zur Erhaltung und Weiterentwicklung der Kulturlandschaft beiträgt. Die historisch gewachsene Terrassenlandschaft und die Einbindung der Schule in diese Umgebung machen Schulpforte zu einem anschaulichen Beispiel für die Persistenz kulturell geprägter Landschaftsstrukturen.

  1. Station: Landwirtschaftsbetrieb Ranscht GbR – Nachhaltige Agrarproduktion im regionalen Kontext

In Pettstädt gewährten Grit und Markus Ranscht Einblicke in die Praxis eines modernen Landwirtschaftsbetriebes. Im Zentrum standen Anbaukulturen, Bodenbearbeitung sowie standortbezogene Anpassungsstrategien. Die Erläuterungen machten deutlich, wie stark landwirtschaftliche Produktionsweisen von pedologischen Gegebenheiten (z. B. Lössböden mit hoher Fruchtbarkeit) und klimatischen Rahmenbedingungen abhängen. Besonders hervorgehoben wurde die Notwendigkeit eines ressourcenschonenden Umgangs mit Böden, etwa durch reduzierte Bodenbearbeitung, Fruchtfolgen und Humuserhalt. Auch die zunehmende Bedeutung von Trockenstress in der Vegetationsperiode wurde thematisiert, was eine Anpassung der Kulturarten und Bewirtschaftungsmethoden erforderlich macht. Das vorgestellte Projekt „Grünes Klassenzimmer“ verdeutlichte zudem die didaktische Dimension nachhaltiger Landwirtschaft: Der Betrieb fungiert als außerschulischer Lernort, an dem geographische und ökologische Zusammenhänge praxisnah vermittelt werden.

Foto: Ralf Sieber

  1. Station: Weingut Thürkind – Klimawandel und Zukunftsperspektiven des Weinbaus

Den Abschluss bildete das Weingut Thürkind, wo aktuelle Herausforderungen des regionalen Weinbaus im Kontext des Klimawandels diskutiert wurden. Frau Karen Wiemann (Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt) präsentierte Daten zur Temperaturentwicklung, Verschiebung phänologischer Phasen sowie zur Zunahme von Extremwetterereignissen. Die Region verzeichnet eine Verlängerung der Vegetationsperiode, gleichzeitig jedoch auch erhöhte Risiken durch Spätfröste und Trockenperioden. Mario Thürkind erläuterte darauf aufbauend seine betriebliche Philosophie. Diese umfasst die gezielte Auswahl klimaresilienter Rebsorten, eine angepasste Bewirtschaftung der Weinberge sowie innovative Verfahren wie das Pfropfen. Beim Pfropfen werden europäische Edelreiser auf resistente Unterlagsreben – häufig amerikanischen Ursprungs – aufgepfropft. Diese Technik dient insbesondere dem Schutz vor Reblausbefall und ermöglicht zugleich eine bessere Anpassung an unterschiedliche Boden- und Klimabedingungen. Die Kombination aus traditionellem Wissen und moderner Anpassungsstrategie zeigt exemplarisch, wie Weinbau im Spannungsfeld von Globalisierung und Regionalität nachhaltig gestaltet werden kann.

Foto: Ralf Sieber

Fazit

Die Fortbildung verdeutlichte eindrucksvoll die enge Verflechtung von Naturraum, Nutzung und gesellschaftlichen Anforderungen im Saale-Unstrut-Gebiet. Nachhaltiges Wirtschaften in Landwirtschaft und Weinbau erfordert ein tiefes Verständnis regionaler Gegebenheiten sowie die Fähigkeit zur Anpassung an dynamische Umweltveränderungen. Ein herzlicher Dank gilt den Referentinnen und Referenten für ihre fundierten Beiträge sowie den Organisatorinnen Frau Anke Gehrt-Woitzik (LISA Halle) und Frau Yvonne Oehler (Landesgymnasium Latina August Hermann Francke Halle/Saale; Verband der Schulgeographie) für die gelungene und fachlich bereichernde Veranstaltung.

 

Zweites Gespräch im Bildungsministerium zur Zukunft des Faches Geographie

By Aktuelles

Am 26. Februar 2026 fand im Ministerium für Bildung erneut ein Gespräch zwischen Vertreterinnen und Vertretern des Ministeriums und dem Verband der Schulgeographen statt. Anlass war die geplante Reduzierung der Wochenstunden im Fach Geographie in den Klassenstufen 7 und 8 auf jeweils eine Stunde, um Raum für die verbindliche Einführung des neuen Faches Wirtschaft zu schaffen. Der Verband hatte sich im Vorfeld wiederholt für den Erhalt der bisherigen Stundenstruktur eingesetzt. Unter anderem läuft auch eine Petition im Landtag Sachsen-Anhalts. Bildungsminister Herr Riedel eröffnete die Sitzung mit Verweis auf den Koalitionsvertrag. Daraus ergebe sich der politische Auftrag, ökonomische Bildung an Schulen verbindlich zu stärken. Die Einführung des Faches Wirtschaft sei daher eine konsequente bildungspolitische Maßnahme. Zugleich betonte der Minister, dass Geographie in der Sekundarstufe I weiterhin mit insgesamt sieben Stunden vertreten sei und Sachsen-Anhalt damit im Ländervergleich „gut aufgestellt“ bleibe. Nachhaltigkeitsthemen, so Riedel, seien zudem nicht ausschließlich der Geographie vorbehalten, sondern auch in anderen Fächern verankert. Für den Verband der Schulgeographen widersprach Herr Sieber dieser Einschätzung. Geographie sei ein zentrales Brückenfach, das Natur- und Gesellschaftswissenschaften verbinde und damit eine besondere integrative Bildungsfunktion erfülle. Eine Reduzierung auf faktisch ein Einstundenfach in einzelnen Jahrgängen sende ein problematisches Signal hinsichtlich der Wertigkeit des Faches und schwäche Kompetenzen wie räumliches Denken, Systemanalyse und globale Orientierung. Staatssekretär Böhm verwies in seiner Stellungnahme auf wissenschaftliche Studien zur ökonomischen Bildung. Diese belegten deutliche Defizite in Sachsen-Anhalt, die unter anderem im Ökonomischen Bildungsindex sichtbar würden. Die Einführung eines eigenständigen Faches Wirtschaft sei daher evidenzbasiert und solle eine systematische ökonomische Grundbildung gewährleisten. Aus curricularer Perspektive erläuterte Dr. Wagner, dass insbesondere die Klassenstufen 7 und 8 geeignet seien, grundlegende ökonomische Konzepte aufzubauen. Wirtschaft müsse dabei als eigenständige Disziplin mit klar definierten Kompetenzzielen erkennbar sein; eine bloße Integration in bestehende Fächer könne diese Systematik nicht leisten. Kritische Töne kamen von Herrn Ulrich (VDSG), der die derzeitigen Fortbildungsangebote für das neue Fach als unzureichend bezeichnete. Ohne tragfähige Qualifizierungsstrukturen bestehe die Gefahr, dass die Reform zwar strukturell beschlossen werde, ihre Qualität im Unterricht jedoch nicht entsprechend gesichert sei. Seitens des Ministeriums wurde zugleich eine Perspektive eröffnet: Geographie könne künftig auch als Leistungskurs in der gymnasialen Oberstufe stärker verankert werden. In seinem abschließenden Wort betonte Herr Sieber, dass politische Entscheidungen zur Stundentafel die schulische Praxis unmittelbar prägen. Eine nachhaltige Bildungsstrategie müsse Erweiterungen ermöglichen, ohne bewährte integrative Fächer strukturell zu schwächen. Das Gespräch endete in einer sachlichen, teilweise deutlich spannungsgeladenen Atmosphäre, die die bildungspolitische Tragweite der Diskussion deutlich machte.

Einladung zur Herbstexkursion 2026

By Aktuelles, Veranstaltungen

27. Herbstwanderung am

26.09.2026

 

Liebe Mitglieder,

natürlich setzen wir unsere Tradition fort und wandern wie gewohnt im Geopark Harz. Braun-schweiger Land. Ostfalen. Geplant ist wie üblich eine Route von ca.10-12 km mit ca. 200 Höhenmetern.

Unser Ausgangspunkt ist der Parkplatz am Sportplatz im Luftkurort Wolfshagen, einem Ortsteil von Langelsheim im Landkreis Goslar. Hier folgen wir dem Themenpfad „Spur der Steine“. Dieser Rundwanderweg führt um einen ehemaligen Diabas – Steinbruch, dessen Nutzung 1986 endete. Damit begann die Phase der Sicherung und insbesondere der Renaturierung. 2016 wurde der Rundweg eingeweiht. An markanten Standorten informieren Schautafeln über die Entwicklung des Gebietes zu verschiedenen Aspekten. An der Fosseckenhütte kann auch ein Stempel der Harzer Wandernadel (Stempel Nr. 109) aufgenommen werden. Nach der Mittagspause, im 2. Teil der Wanderung ist einen Abstecher zur Staumauer der Innerstentalsperre geplant.

Blick in den Steinbruch (Foto: S. Gemeiner)

Blick auf die Staumauer der Innerstetalsperre (Foto: S. Gemeiner)

Treffpunkt:

10.00 Uhr  Parkplatz am Sportplatz Wolfshagen

Ausrüstung:

festes Schuhwerk

witterungsgerechte Kleidung

ggf. Rucksackverpflegung (Einkehrmöglichkeiten sind vorhanden und eingeplant)

Anmeldung:

E-Mail: Sylvia.Gemeiner@web.de

 

Aktuelle Informationen finden Sie auf unserer Homepage unter:

www.schulgeographen-sachsen-anhalt.de

 

Einladung_Herbstexkursion_2026.pdf